Optimierung der lokalen Strukturen
Die Leitfäden zur „Optimierung der lokalen Strukturen“ können Sie hier herunterladen oder per Mail an info(at)tvsh.de bestellen (bitte die gewünschte Anzahl und die Lieferadresse angeben).
Hintergründe und Zielsetzung
Als eines von neun Leitprojekten trägt die „Optimierung der lokalen Strukturen“ entscheidend dazu bei, den Tourismus in Schleswig-Holstein wettbewerbsfähig zu machen. Ziel des inzwischen abgeschlossenen Leitprojektes war es, die Tourismusorte in interkommunalen Kooperationen so zu bündeln, dass sie eine kritische Größe erreichen, die es ihnen möglich macht,
- sich im Wettbewerbsumfeld in einer wahrnehmbaren Größenordnung aufzustellen, um eine durchschlagende Wirkung erzielen zu können,
- Synergien auf lokaler Ebene und in kleinteiligen und einzelörtlichen Strukturen gebundene Ressourcen frei zu setzen, um Spielräume für neue, zielgruppengerechte Investitionen in Marketing, Gästeservice und Infrastruktur zu ermöglichen,
- die Marktbearbeitung in gebündelten Strukturen und Ressourcen durchzuführen, um eine kritische Größe für arbeitsteilige Strukturen, die Beschäftigung qualifizierter und spezialisierter Fachkräfte und gestaltungsfähige Budgets für eine wirkungsvolle Marktbearbeitung zu erreichen.
Erarbeitet wurde das Konzept für die „Optimierung der lokalen Strukturen“, das vom Tourismusverband mit finanzieller Unterstützung des Wirtschaftsministeriums in Auftrag gegeben wurde, von der Tourismusberatung PROJECT M GmbH und dem Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (N.I.T).
Projektumsetzung
Im Rahmen einer breit angelegten Fachtagung mit rund 150 Besuchern aus Politik, Verwaltung und Tourismus wurden im Juni 2008 die lokalen Tourismusakteure aufgerufen, ihre Organisationsstrukturen mit Unterstützung des Tourismusverbandes und des Wirtschaftsministeriums weiter zu optimieren. Es sollen „Lokale Tourismus Organisationen“ (LTO) gebildet werden, die in einem aus Gästesicht abgegrenzten, homogenen Raum eine Mindestgröße von kommunalen und privatwirtschaftlichen Akteuren bündeln. Diese sollen ihre Aufgaben klar beschreiben, bisher mehrfach wahrgenommene Aufgaben zusammenführen und schrittweise in festen Organisationsstrukturen zusammen wachsen. „Lokale Tourismus Organisationen“ sind daher im Hinblick auf eine kritische Größe marktfähige, strategisch geführte räumliche Einheiten mit einem klar erkennbaren und abgrenzbaren Angebot (homogener touristischer Raum). Sie beruhen auf freiwilliger, von innen gelebter, verbindlicher Kooperation mehrerer Städte und Gemeinden, ihrer touristischen Organisationen sowie privater Leistungsanbieter in aufgabenadäquaten Strukturen. „Lokale Tourismus Organisationen“ sind voll in das touristische System des Landes eingebunden. Um eine „Lokale Tourismus Organisation“ darstellen zu können, sind bestimmte Kriterien zu erfüllen. Entscheidend ist, dass die „Lokalen Tourismus Organisationen“ darauf ausgerichtet sind, die Organisationsstrukturen schrittweise zusammen zu führen. Ziel ist es, dass bis zum Jahr 2010 alle Tourismusorte in großräumige touristische Strukturen eingebunden sind, die die Kriterien der „Lokalen Tourismus Organisationen“ erfüllen.
In einem von einer repräsentativ aufgestellten Jury durchgeführten Auswahlverfahren haben sich aus sieben qualitativ hochwertigen Bewerbungen schließlich vier Pilotregionen durchgesetzt: Mit der Probstei und dem Ostseefjord Schlei wurden zwei Pilotregionen ausgewählt, die bereits den Charakter einer „Lokalen Tourismus Organisation“ besitzen, jedoch in Kooperation und Aufgabenteilung weiter ausbaufähig sind. Auf Nordfriesland und die Holsteinische Schweiz ist die Wahl gefallen, um sie exemplarisch für das ganze Land zur „Lokalen Tourismus Organisation“ aufzubauen. Die vier Regionen sollen landesweit eine Vorreiterrolle im Tourismus übernehmen, indem sie mit ihren Organisations- und Kooperationsstrukturen sowie Projekten ein Vorbild für andere Regionen darstellen.
Umsetzungshilfen
Mit den beiden im Verlauf des Projektes erstellten Broschüren „Mehr Erfolg durch Kooperation“ (Teil I und Teil II) erhalten die touristischen Akteure umfassende Informationen zur Optimierung der lokalen Strukturen.
Der erste Leitfaden „Mehr Erfolg durch Kooperation“ beschreibt die grundsätzliche Vorgehensweise zur Bildung und Entwicklung von „Lokalen Tourismus Organisationen“. Der Leitfaden ist als grundsätzliche Hilfestellung für die Kommunen zur Optimierung der lokalen Strukturen gedacht.
Doch wie geht man mit Ängsten, Vorbehalten und „schwierigen“ Partnern im Rahmen der LTO-Bildung um?
Welche Folgen hat die Regionalisierung des Tourismusmarketings für tourismusnahe Strukturen in den Orten, wie z.B. Stadtmarketingorganisationen?
Welche Rechtsform eignet sich am ehesten für eine LTO und welche Beihilfe- und wettbewerbsrechtlichen Rahmenbedingungen sind zu beachten?
Dies sind nur einige der Fragestellungen, die sich im Rahmen des Projektverlaufs in den Pilotregionen ergeben haben und für die entsprechende Lösungsansätze entwickelt wurden. Diese Lösungsvorschläge sowie grundsätzliche Erfolgsfaktoren finden sich in dem zweiten Teil des Leitfadens „Mehr Erfolg durch Kooperation“. Auch dieser eignet sich durch eine Vielzahl an Checklisten und Handlungshilfen als „Toolbox“ für die Praktiker.
Beide Leitfäden stellen eine wichtige Grundlage für Umsetzung des LTO-Konzeptes in Schleswig-Holstein dar.
Mehr Erfolg durch Kooperation
Ein Leitfaden zur Optimierung der lokalen Strukturen im Tourismus in Schleswig-Holstein - Teil I: Bildung und Entwicklung Lokaler Tourismus Organisationen
Mehr Erfolg durch Kooperation
Ein Leitfaden zur Optimierung der lokalen Strukturen im Tourismus in Schleswig-Holstein - Teil 2: Erfolgsfaktoren und Lösungsvorschläge aus der Praxis




