Studie "Mobilität und Tourismus in Schleswig-Holstein"

Touristische Verkehrsinfrastruktur in Schleswig-Holstein: Neues Gutachten im Auftrag des TVSH zeigt Investitionsdefizite auf

Investitionen in die touristische Verkehrsinfrastruktur und ein gemeinsames Verkehrskonzept aller Beteiligten – das sind die Schlüsse, die der Tourismusverband Schleswig-Holstein aus den Ergebnissen der Studie "Mobilität und Tourismus" zieht.

Ausgewählte Ergebnisse der Studie "Mobilität und Tourismus"

 

Das Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) hatte im Auftrag des TVSH im Rahmen der Studie eine Datengrundlage zur zukünftigen touristischen Erreichbarkeit und Mobilität vor Ort erarbeitet und vor dem Hintergrund der Tourismusstrategie 2025 Handlungsempfehlungen formuliert.

Bei 20 Prozent mehr Übernachtungen innerhalb der kommenden neun Jahre gehen die Autoren der Studie von zusätzlichen vier Millionen Pkw-Anreisen und zusätzlichen 1,7 Millionen Bahnreisen im echten Norden aus. Selbst bei einem sehr moderaten Übernachtungswachstum wird sich das Verkehrsaufkommen deutlich erhöhen. Das betrifft vor allem das Straßennetz – 84 Prozent der Anreisen nach Schleswig-Holstein erfolgen bereits heute mit dem Pkw.

Der TVSH-Vorsitzende Dr. Jörn Klimant dazu: „Schleswig-Holstein wird ohne eine moderne Infrastruktur nicht vom touristischen Wachstum in Deutschland profitieren können. Die Erreichbarkeit ist für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Tourismusorte von existenzieller Bedeutung. Der globale Wettbewerb, sinkende Aufenthaltsdauern und steigende Gästezahlen sind Herausforderungen, denen wir uns heute stellen müssen, um auch morgen als Destination noch konkurrenzfähig sein zu können.“

 

Investition in die Verkehrsinfrastruktur ist Investition in den Tourismusstandort

Was für die Magistralen und die Anreisewege gelte, das treffe ebenso auch auf die regionale Mobilität zu. „Wir müssen anfangen, die Möglichkeit der Mobilität nicht nur als Kostenfaktor zu sehen, sondern sie als notwendige Investition in eine Basisinfrastruktur zu begreifen. Wenn die wichtigsten Ausflugsziele mit dem ÖPNV gut zu erreichen sind, dann verringert das den Individualverkehr auf den Straßen. Die Gäste haben nämlich während ihres Urlaubs keine Lust, sich in eine Blechschlange zu stellen. Sie wollen sich erholen und Land und Leute kennen lernen“, sagte Klimant.

 

Das Papier „Ein leistungsfähiges Verkehrsangebot als Grundlage für den Tourismus in Schleswig-Holstein“ basiert auf den Ergebnissen der Studie „Mobilität und Tourismus“. Es enthält u.a. die Antworten auf folgende Fragen:

 •       Herausforderungen - Warum müssen wir handeln?

 •       Erforderliche Maßnahmen - Was müssen wir tun?

 •       Geforderte Akteure - Wer muss etwas tun?

Ein leistungsfähiges Verkehrsangebot als Grundlage für den Tourismus in Schleswig-Holstein

 

Das Fazit des TVSH

Die Tourismusstrategie des Landes setzt auf eine deutliche Steigerung der Übernachtungen bis 2025, und die jüngsten Zahlen für 2015 zeigen, dass diese Strategie inzwischen auch greift. Es darf nicht sein, dass der Tourismus sich nicht dynamisch entwickeln kann, weil Mallorca oder die Malediven leichter erreichbar sind als Schleswig-Holstein.

 

Die Erreichbarkeit und damit die Infrastruktur eines Tourismusgebietes ist ein echter Standortfaktor und entscheidet immer öfter über Buchung oder Nichtbuchung. Für 42 Prozent der Urlaubsgäste in Schleswig-Holstein spielen Anreise und Erreichbarkeit eine besonders wichtige Rolle bei der Entscheidung für das Reiseziel, das bedeutet Rang drei nach den Aspekten „Landschaft/Lage" und „Klima/Luft". Eine Investition in die Verkehrs-Infrastruktur ist also eine Investition in die Zukunft Schleswig-Holsteins als Tourismusstandort.

 

Projekte und Studien

Der TVSH trägt durch Initiierung, Betreuung, Finanzierung und Unterstützung zahlreicher Projekte wesentlich dazu bei, das touristische Angebot in Schleswig-Holstein zu fördern und zu sichern und eine dauerhafte Qualitätsverbesserung zu erreichen. 

Projekte und Studien des TSVH