Aktuelle Informationen zur Coronakrise

Landesverordnung, Erlass und Quarantäne-Verordnung im Internet

Auszug aus der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 vom 01. Oktober 2020 (konsolidierte Lesefassung mit den Änderungen vom 08.10. 2020, in Kraft ab 09.10.2020):

Das für Gesundheit zuständige Ministerium des Landes Schleswig-Holstein kann einen Kreis oder eine kreisfreie Stadt innerhalb der Bundesrepublik Deutschland, in welchem oder in welcher innerhalb eines Zeitraums von sieben Tagen die Rate der Neuinfektionen mit dem Coronavirus laut der Veröffentlichungen des Robert Koch-Instituts höher als 50 von 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist, als inländische Hochinzidenzgebiete ausweisen.

>> Aktuelle inländische Hochinzidenzgebiete

Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in Gebieten, die am Tag der Ankunft als Gebiete nach Satz 1 ausgewiesen sind, aufgehalten haben, dürfen nicht zu touristischen Zwecken in Betrieben nach Absatz 1 beherbergt werden. Abweichend von Satz 3 dürfen Personen beherbergt werden, wenn sie bei Ankunft dem Betrieb gegenüber schriftlich bestätigen, dass sie über ein negatives Testergebnis in Testergebnis nicht mehr als 48 Stunden vor Ankunft festgestellt worden ist

Ausnahmen: Beherbergungen aufgrund von Familienbesuchen und Pendelverkehren zu beruflichen Zwecken sind von dieser Regelung ausgenommen und können ohne vorherige Testung erfolgen, da sie keinem touristischen Zweck dienen.

Die Regelung der Quarantäne-Verordnung des Landes Schleswig-Holstein, wonach sich Einreisende aus inländischen Risikogebieten 14 Tage in Quarantäne begeben müssen und diese nur durch Vorlage von zwei negativen Corona-Tests verkürzen können (§ 1 Abs. 5), entfaltet keine Wirkung mehr, da das Land Schleswig-Holstein seit Mittwoch, 7. Oktober, keine inländischen Risikogebiete mehr ausweist.

Hinweis für Einreisende aus dem Inland

Ab dem 9. Oktober 2020 gilt für Einreisende aus inländischen Hochinzidenzgebieten nach Schleswig-Holstein ein touristisches Beherbergungsverbot. Das bedeutet: Einreisende aus vom Land Schleswig-Holstein ausgewiesenen inländischen Hochinzidenzgebieten, die zu touristischen Zwecken in einer gewerblichen Unterkunft in Schleswig-Holstein unterkommen möchten, müssen beim Check-In über einen negativen Corona-Test verfügen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Zwischen dem Ausstellen des Testergebnisses und der Einreise dürfen demnach nicht mehr als 48 Stunden verstrichen sein. Einreisende aus inländischen Hochinzidenzgebieten können sich grundsätzlich nicht kostenlos auf das Coronavirus testen lassen außer für den Fall, dass das Gesundheitsamt einen Test anordnet oder die Testung auf ärztliche Anweisung durchgeführt wird.

Weitere Anpassungen im Bereich der Veranstaltungen (gültig ab 19.09.)

Vor dem Hintergrund der Infektionslage wurden ab dem 19.September folgende Anpassungen des Veranstaltungskonzepts beschlossen:

  • weiterhin: „Gruppenaktivitäten“, bei denen Mindestabstände nur unzureichend eingehalten werden können – wie beispielsweise Feste – sind mit einem bekannten/ festen Publikum in Innenräumen mit bis zu 50 Personen und im Freien mit bis zu 150 Personen zulässig. Das paarweise Tanzen auf Familienfeiern wird bei Wahrung des Abstands zu anderen Tänzern wieder ermöglicht.
  • Märkte und Messen mit wechselndem Publikum: Die zulässige Teilnehmerzahl wird von 500 auf 1500 (außen) und von 250 auf 750 (innen) erhöht. Zusätzlich zu der absolut zulässigen Personenzahl wird eine Flächenkomponente (1 Person / 7qm) eingeführt. Größere Veranstaltungen können durch Einzelgenehmigungen der Gesundheitsämter ermöglicht werden.
  • Für Veranstaltungen mit sitzendem Publikum wie Vorträge, Lesungen, Podiumsdiskussionen, Kino, Theater, Konzerte und Sportdarbietungen gelten die bisherigen Regeln unter Beachtung der absolut zulässigen Personenzahl (bis zu 50% Auslastung bei Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen). Oberhalb der neuen Grenzen von 750 (innen) bzw. 1500 Teilnehmenden (außen) sowie Sportveranstaltungen mit mehr als 250 Zuschauern im Innenbereich dürfen lediglich bis zu 25 Prozent der üblichen Kapazitäten als Einzelgenehmigung durch die Gesundheitsämter zugelassen werden.

>> Veranstaltungsstufenkonzept als tabellarische Übersicht

Lockerung der Sauna-Regelung (15.09.)

Lockerungen ergeben sich für die Nutzung von Whirlpools, Saunen oder vergleichbaren Einrichtungen wie Infrarotkabinen. Bisher dürfen diese grundsätzlich nur einzeln oder von Mitgliedern eines Haushaltes genutzt werden. Vom heute an entfällt diese Einschränkung. Stattdessen gelten die allgemeinen Hygiene-Vorgaben der Verordnung. Da es sich um Freizeiteinrichtungen in geschlossenen Räumen handelt, müssen ein Hygienekonzept vorgelegt und Kontaktdaten erhoben werden. Soweit Saunen und Whirlpools im Rahmen von Schwimmbädern betrieben werden, ergibt sich diese Anforderung aus entsprechenden dort gültigen Vorgaben. Bei der Nutzung von Saunen, Whirlpools und vergleichbaren Einrichtungen gelten grundsätzlich auch die weiteren allgemeinen Regelungen wie Abstandsgebot, Kontaktverbot mit den jeweiligen Ausnahmen, beispielsweise für einen Hausstand.

Die gleichzeitige Nutzung von Dampfbädern ist weiterhin nur einzeln oder durch die Mitglieder eines gemeinsamen Haushalts zulässig, weil das feuchte Milieu das Halten von ausgeatmeten Tröpfchen in der Luft begünstigt.

Leitfaden Mindestanforderungen an Hygienekonzept der Landesregierung SH für gastronomische und Beherbergungsbetriebe

Um die Betriebe bei der Erstellung von Hygienekonzepten zu unterstützen, hat die Landesregierung einen Leitfaden verfasst, in dem sie die Mindestanforderungen an betriebliche Hygienekonzepte zusammengestellt hat. Dieser wurde unter Berücksichtigung der Vorgaben der Corona-BekämpfungsVO in der Fassung vom 29. Juni 2020 angepasst.  Voraussetzung für den Betrieb von gastronomischen und Beherbergungsbetrieben ab dem 29. Juni 2020 ist weiterhin, dass sie ein Hygienekonzept erstellen, mit dem sie die notwendigen Vorkehrungen zur Einhaltung von Hygiene- und Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus treffen.Neu ist, dass u.a. die Sperrstundenregelung wegfällt und Buffets zum Selbstbedienen wieder zulässig sind.

Wie Sie mit der derzeitigen Krisensituation, ausgelöst durch das Coronavirus umgehen können und welche Hilfen Ihnen zur Verfügung stehen, können Sie hier nachlesen:

Tourismusverband Schleswig-Holstein

Der Tourismusverband Schleswig-Holstein steht in engem Kontakt mit dem Deutschen Tourismusverband und dem Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein, um über aktuelle Entwicklungen informiert zu bleiben und Einfluss auf geplante Maßnahmen zu nehmen.