Informationen für Gäste

Die aktuelle Situation ist eine Herausforderung für die gesamte Branche, die es in der Form noch nie gegeben hat.

Aufgrund der vielen Nachfragen möchten wir die Gäste unseres Urlaubslands Schleswig-Holstein darum bitten, sich bei  Fragen rund um ihre Buchung direkt an ihren Gastgeber oder den örtlichen Tourismus-Service zu wenden.

Der Tourismusverband Schleswig-Holstein ist Kommunikator für die Tourismusakteure, unsere Mitglieder werden durch die Rundschreiben regelmäßig über den aktuellen Stand der Corona-Krise informiert.

Die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein hat die von Urlaubern am häufigsten gestellten Fragen und viele Links zu Ihrer Information in den FAQ zusammengestellt.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus stehen Ihnen folgende Kommunikationswege zur Verfügung: Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01 E-Mail-Postfach: corona@lr.landsh.de Ärztlicher Bereitschaftsdienst (24/7 erreichbar): 116 117

Landesregierung appelliert an Zweitwohnungsbesitzer: Verzichten Sie auf Anreise

Das Thema der Zweitwohnungs-Besitzer hat zu einigen Debatten im Land geführt. In einem Gespräch zwischen dem Innenministerium und den Landräten einigte man sich auf eine Anpassung der Regelungen für Zweitwohnungs-Besitzer. Insbesondere soll künftig der Grundsatz gelten, dass die Personen, die bereits vor Ort sind, auch dableiben können. Die Kreise sollen darauf aufbauend neue Allgemeinverfügungen erstellen, die auch erweiterte Ausnahmen für besondere Härtefälle zulassen.

Zum Sachverhalt nachfolgend Auszüge aus der Medieninformation der Landesregierung:

„Die Landesregierung hat angesichts der Entwicklung der Corona-Pandemie ein weiteres Mal an Zweitwohnungsbesitzer an den Küsten von Nord- und Ostsee appelliert, auf eine Anreise zu verzichten. Wer eine Nebenwohnung bereits bezogen habe, werde diese nicht verlassen müssen, sagte Innenminister Hans-Joachim Grote nach telefonischen Beratungen mit Landräten heute (23. März) in Kiel. Dies habe das Land per Erlass vom heutigen Tage auch klargestellt.

Ministerpräsident Daniel Günther mahnte zugleich einen respektvollen Umgang mit Gästen an, die sich in Schleswig-Holstein aufhielten. „Unser Bundesland ist ein großartiger Tourismus-Standort. Wir müssen auch in der jetzigen Krise zusammenstehen, Rücksicht nehmen und im Rahmen aller geltenden Kontaktbeschränkungen das gute Miteinander mit unseren Gästen bewahren.“ Beschimpfungen von Gästen, wie sie vereinzelt vorgekommen seien, „verbieten sich nicht nur aus Gründen guter Gastfreundschaft“, sagte der Ministerpräsident.

Grote stellte nach den Beratungen mit den Landräten klar, dass die Kreise auf der Grundlage eines Klarstellungserlasses der Landesregierung zur Nutzung von Zweitwohnungen ihre bisherigen Allgemeinverfügungen dazu überarbeiten werden. Ziel sei ein einheitliches Vorgehen der Landkreise. „Neuanreisen in Zweitwohnungen ohne triftigen Grund sind untersagt“, sagte der Innenminister. Zweitwohnungsbesitzer, die ihre Immobilie in Schleswig-Holstein aktuell bereits nutzen, könnten im Land bleiben. Wer jedoch abreise, werde bis auf Weiteres nicht in seine Zweiwohnung zurückkehren können.

Triftige Gründe im Sinne des Erlasses, der für alle Landkreise gelten soll, sind:

  • Die Nebenwohnung wird aus zwingenden beruflichen, gesundheitlichen sowie aus ehe-, sorge- und betreuungsrechtlichen Gründen genutzt.
  • Verwandte 1. Grades, die Ehegattin, der Ehegatte, die Lebenspartnerin oder der Lebenspartner haben in der Nebenwohnung ihren derzeitigen Aufenthaltsort
  • Eine zwingende Betreuung von betreuungs- oder pflegebedürftigen nahen Familienangehörigen in oder bei der Nebenwohnung soll sichergestellt werden.
  • Es ist eine am Hauptwohnsitz nicht zu gewährleistende Trennung von Personen vorzunehmen, die aufgrund behördlicher Anordnung unter häusliche Quarantäne gestellt wurden.
  • Es sind zwingende und nicht aufschiebbare Erhaltungs- und Sicherungsmaßnahmen an der Nebenwohnung vorzunehmen. Dies gilt nicht für Renovierungsarbeiten.

Tourismusminister Bernd Buchholz dankte dem Innenminister für die Klarstellung, die durch die Allgemeinverfügung einiger Landräte notwendig geworden war, und entschuldigte sich im Namen aller Tourismusakteure im Land: „Die inakzeptablen Ausfälle einiger weniger Bürger gegenüber den Wohnungsbesitzern sind zutiefst bedauerlich. Sie sollten weder Zweifel an der Gastfreundschaft der Schleswig-Holsteiner noch an dem seit Jahrzehnten praktizierten guten Miteinander mit allen Zweitwohnungsbesitzern aufkommen lassen.“

Der Sprecher der Landräte und Landrat des Kreises Ostholstein, Reinhard Sager, nannte die Klarstellung durch das Land folgerichtig und hilfreich. „Die Allgemeinverfügungen der Kreise waren aufgrund der gestrigen Entscheidungen von Bund und Ländern ohnehin neu zu bewerten. So war das von uns auch als Maßnahme für das vergangene Wochenende gedacht; die Allgemeinverfügungen befristet,“ erklärte Sager. Es sei nie darum gegangen, Einheimische gegen "Zweitwohnungsbesitzer" auszuspielen, sondern alle Möglichkeiten zu ergreifen, der Virusverbreitung entgegenzutreten. Diesem Ziel diene nun auch die neue Regelung. „So gerne wir Zweitwohnungsbesitzer bei uns begrüßen, so sehr ist es jetzt richtig, diese ebenfalls zumutbaren Beschränkungen zu unterwerfen,“ sagte Sager.“