E-Mobilität und Autonomes Fahren

Das Thema Mobilität steht seit Jahren bei Forschern, Tourismusakteuren und Touristen im Fokus. Zwei Aspekte werden diesem Thema in den kommenden Jahren eine noch steigende Dynamik verschaffen: Elektromobilität und autonome Fahrzeuge.

Die Bundesregierung hat durch die Zielsetzung, die Millionenmarke von Elektrofahrzeugen bis 2020 u.a. durch das finanzielle Anreizsystem und durch Gesetzesinitiativen zum autonomen Fahren flankierende Maßnahmen ergriffen. Auch die Landesregierung Schleswig-Holstein setzt in ihrem Koalitionsvertrag über die Einrichtung von Modellregionen für beide Themen einen deutlichen Schwerpunkt. Gerade für Schleswig-Holstein bietet die Kombination mit den erneuerbaren Energien die Chance für eine nationale und internationale Profilierung.

Elektromobilität ist derzeit am Beginn des Weges zur Durchsetzung im Massenmarkt. Autonomes Fahren ist ein Thema, dem aktuell große mediale Aufmerksamkeit geschenkt wird, mit großen Zukunftshoffnungen und ersten praktischen Anwendungen, z. B. des autonomen Kleinbusses Navya ARMA, der seit 2016 in Sitten/Schweiz eingesetzt wird oder dem seit Kurzem von der Deutschen Bahn im bayerischen Bad Birnbach getesteten Easymile EZ10.

Beide Themen haben erst einmal wenig miteinander zu tun, mit Ausnahme der Tatsache, dass es sich um zukunftsorientierte Mobilitätsthemen handelt. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass beide Themen für Anwendungen im Tourismus anders diskutiert werden müssen als in der Alltagsmobilität.

Im Diskussionspapier "Elektromobilität, autonomes Fahren und Destinationsmanagement" von TVSH und NIT stellen wir sowohl die Vorteile als auch die Herausforderungen dar, die sich für touristische Destinationen ergeben. Damit möchten wir den touristischen Anbietern, der Politik, aber auch den Akteuren aus der Fahrzeugindustrie (Forschung und Entwicklung) einen Anstoß für weitere Diskussionen liefern.