Nachhaltige Mobilität

Ziel des Projekts "Nachhaltige Mobilität in schleswig-holsteinischen Urlaubsregionen" ist, touristische Orte und Regionen dabei zu unterstützen, die touristische Mobilität klimafreundlicher und nachhaltiger, aber auch attraktiver und zielgruppenorientierter zu gestalten.

Hintergrund ist der Wunsch, die Umweltbelastungen, also vor allem den CO2-Ausstoß sowie auch Lärm und andere negative Begleiterscheinungen des motorisierten Individualverkehrs, zu reduzieren. Dabei sollen die Urlaubsqualität bzw. die Zufriedenheit der Gäste gesteigert und neue touristische Marktsegmente erschlossen werden. Mit diesem Projekt möchte der TVSH einen substanziellen Beitrag zu der von der Landesregierung geplanten Verkehrswende leisten, denn es ist notwendig, beim Ausbau der Elektromobilität auch das Angebot für Touristen mitzudenken.

Die Pilotregionen

An dem Projekt nehmen 10 Pilotregionen teil, die sowohl an der Westküste, als auch an der Ostsee und im Binnenland liegen:

Was ist bisher passiert?

Im Herbst 2019 fand die Analysephase statt, zu der eine Befragung der lokalen Tourismusorganisationen gehörte. Ziel der Befragung war, die Verkehrsprobleme auf örtlicher bzw. regionaler Ebene zu identifizieren und zu ermitteln, welche Mobilitätsangebote bereits bestehen oder in Planung sind und welche Probleme auf dem Weg zu einer klimafreundlichen touristischen Mobilität gesehen werden. In einer zweiten Phase, im Januar und Februar 2020 fanden regionale Workshops in den 10 teilnehmenden Regionen statt mit dem Ziel, Probleme zu identifizieren und Handlungsoptionen herauszuarbeiten. Darüber hinaus haben sie auch zur Vernetzung der Touristiker mit den Verkehrsakteuren beigetragen und Raum zum Schmieden von Kooperationen gegeben. Wichtiges Ergebnis der Workshops ist die Projektbörse, in der jede Region Projekte definiert hat, die prioritär vorangetrieben werden sollen. Definiert wurden Projekte in den Kategorien öffentlicher Personennahverkehr, Fuß- und Radverkehr, Schiffsverkehr, Vernetzung/Sharing, E-Mobilität, Verkehrsberuhigung, neue touristische Angebote, Koordination/Kommunikation/Kooperation sowie Information und Marketing. Darüber hinaus hat der Steuerungskreis des Projektes zehn sogenannte „big points“ definiert, die übergreifend verfolgt und auf ihre Übertragbarkeit geprüft werden sollen. Der Kreis Nordfriesland, der Kreis Ostholstein, NAH.SH, DB Region Bus und die IHK Schleswig-Holstein unterstützen das Projekt finanziell und auch inhaltlich. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte das für den 23. März geplante Bilanzierungstreffen mit den Projektunterstützern nicht stattfinden. Deshalb hat sich das NIT nach Absprache mit TVSH und EKSH schriftlich an die Projektunterstützer gewendet, um diese auf den aktuellen Stand zu bringen und das weitere Vorgehen abzustimmen. Das persönliche Treffen soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Wie geht es weiter?

Von Frühjahr bis Ende 2020 erarbeiten die teilnehmenden Orte und Regionen mit Unterstützung von urbanus und NIT Handlungsempfehlungen mit Lösungsansätzen zur Förderung einer klimafreundlichen und nachhaltigen touristischen Mobilität. Zum Abschluss des Projekts wird es voraussichtlich im März 2021 eine Veranstaltung geben, auf der über die Ergebnisse des Projekts berichtet und der umsetzungsorientierte Praxisleitfaden vorgestellt wird.

Wer ist an dem Projekt beteiligt?

Neben der Kostenbeteiligung der Pilotregionen und der Projektunterstützer, die der TVSH im Vorfeld gewinnen konnte, sowie dem Eigenanteil des TVSH finanziert die Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) das Projekt maßgeblich in Form einer nicht rückzahlbaren Zuwendung als Förderung. Darüber hinaus engagiert sich die EKSH auch aktiv inhaltlich. Mit der Durchführung des Projektes ist das NIT – Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa GmbH in Kooperation mit Urbanus GbR beauftragt worden.