Nachhaltige Mobilität

Nachhaltige Mobilität im Tourismus ist sowohl für den Klimaschutz als auch für die Attraktivität des Tourismusstandorts ein zentrales Thema. Im Rahmen des vom TVSH initiierten und von der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH (EKSH) maßgeblich finanzierten Projekts „Nachhaltige Mobilität in schleswig-holsteinischen Urlaubsregionen“ wurden in den letzten zwei Jahren zehn Pilotregionen dabei unterstützt, touristische Mobilität nachhaltiger, klimafreundlicher und attraktiver zu gestalten.

Abschlussveranstaltung
Am 20. September 2021 fand die Abschlussveranstaltung zum Projekt in Präsenz statt, bei der das Netzwerken der ca. 80 Teilnehmenden im Mittelpunkt stand – in sogenannten „Mobilitätskojen“ konnten sich die Touristiker:innen mit Kolleg:innen von NAH.SH, RAD.SH, StattAuto und Dörpsmobil austauschen und sich über Best Practice Beispiele informieren.

Im Folgenden finden Sie die Tagesordnung und die Präsentationen:

Zum Projekt
Um den motorisierten touristischen Individualverkehr so weit wie möglich zu reduzieren und den Anteil der Gäste zu erhöhen, die sich zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen, haben die Pilotregionen an Nord- und Ostsee sowie im Binnenland u. a. Maßnahmen zur Verbesserung der Fuß- und Radinfrastruktur, Sharing-Angebote sowie touristische ÖPNV-Angebote auf den Weg gebracht.

Die erfolgreiche Umsetzung einer nachhaltigen touristischen Mobilität ist eine Querschnittsaufgabe, bei der Tourismus- und Verkehrsakteure sowie Kreise, Städte und Kommunen gemeinsam an einem Strang ziehen müssen. Deshalb war ein weiterer Schwerpunkt des Projektes, diese Akteure zusammenzubringen und ihre Zusammenarbeit zu fördern, indem gemeinsame Workshops organisiert, Gespräche geführt und Informationen ausgetauscht wurden.

Die Pilotregionen

An dem Projekt nehmen 10 Pilotregionen teil, die sowohl an der Westküste, als auch an der Ostsee und im Binnenland liegen:

Zum Projektverlauf

Im Herbst 2019 fand die Analysephase statt, zu der eine Befragung der lokalen Tourismusorganisationen gehörte. Ziel der Befragung war, die Verkehrsprobleme auf örtlicher bzw. regionaler Ebene zu identifizieren und zu ermitteln, welche Mobilitätsangebote bereits bestehen oder in Planung sind und welche Probleme auf dem Weg zu einer klimafreundlichen touristischen Mobilität gesehen werden.

In einer zweiten Phase, im Januar und Februar 2020 fanden regionale Workshops in den 10 teilnehmenden Regionen statt mit dem Ziel, Probleme zu identifizieren und Handlungsoptionen herauszuarbeiten. Darüber hinaus haben sie auch zur Vernetzung der Touristiker mit den Verkehrsakteuren beigetragen und Raum zum Schmieden von Kooperationen gegeben. Wichtiges Ergebnis der Workshops ist die Projektbörse, in der jede Region Projekte definiert hat, die prioritär vorangetrieben werden sollen. Definiert wurden Projekte in folgenden Kategorien:

  • öffentlicher Personennahverkehr
  • Fuß- und Radverkehr
  • Schiffsverkehr
  • Vernetzung/Sharing
  • E-Mobilität
  • Verkehrsberuhigung
  • neue touristische Angebote
  • Koordination/Kommunikation/Kooperation
  • Information und Marketing

Darüber hinaus hat der Steuerungskreis des Projektes dreizehn Schlüsselprojekte definiert, die übergreifend verfolgt wurden.

Nun kommt es darauf an, die gesetzten Impulse in die Zukunft zu tragen. Dafür ist im Rahmen des Projektes ein Leitfaden entstanden, mit dem Tourismusakteure motiviert und unterstützt werden, in ihrer Region eine nachhaltige touristische Mobilität zu planen und zu verwirklichen. Die Basisinformationen im Leitfaden werden mit Hilfe einer sogenannten digitalen Toolbox auf der Website des TVSH vertieft. Leitfaden und Toolbox sind auch für weitere Verkehrsakteure gedacht, die bei ihren Planungen touristische Mobilität berücksichtigen möchten.

Die Projektbeteiligten
Neben der maßgeblichen finanziellen Förderung in Höhe von rund 115.00 € durch die EKSH konnte der TVSH den Kreis Nordfriesland, den Kreis Ostholstein, NAH.SH, DB Regio Bus und die IHK Schleswig-Holstein gewinnen, das Projekt sowohl finanziell als auch inhaltlich zu unterstützen. Darüber hinaus beteiligen sich die Pilotregionen und der TVSH an den Kosten. Mit der Durchführung war das NIT – Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa GmbH in Kooperation mit Urbanus GbR beauftragt worden. EKSH und TVSH haben das Projekt aktiv inhaltlich begleitet.