Zahlen, Daten, Fakten

Die Erfolgskurve des Schleswig-Holstein-Tourismus zeigt nach oben.

Die rund 4.000 gewerblichen Beherbergungsbetriebe verzeichneten 2018 8,6 Millionen Ankünfte und 34,5 Millionen Übernachtungen. Über 130 Mio. Tagesreisen generierten einen Umsatz von 3,5 Mrd. Euro. Das entspricht ca. 36 % des touristischen Gesamtumsatzes. Das ist das Ergebnis des aktuellen Sparkassen-Tourismusbarometers, das der Tourismusverband Schleswig-Holstein (TVSH) und der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein am 8. Mai 2019 gemeinsam in Kiel präsentierten.

Mit einem Plus von 15,3 % bei den Übernachtungen lag das nördlichste Bundesland nach Angaben der Statistischen Ämter auf Platz 1 im Dynamikranking aller 16 Bundesländer. Das hohe Wachstum in Schleswig-Holstein 2018 ist jedoch zum Teil auf die Berichtskreisprüfung des Statistikamtes Nord zurückzuführen, so dass die Daten nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar sind. Das Sparkassen-Tourismusbarometer belegt mit einer Modellrechnung: Selbst unter Berücksichtigung dieser Statistikeffekte lag Schleswig-Holstein am Jahresende bei einem Übernachtungszuwachs von 3,5 % und damit zum sechsten Mal in Folge bei der Nachfragedynamik vor seinen beiden benachbarten Küstenbundesländern.

Ein Modellprojekt des Sparkassen-Tourismusbarometers Schleswig-Holstein soll künftig mehr Transparenz in die touristische Zahlenwelt bringen. Zusammen mit 11 Modellkommunen, die für rund 40 % der Gesamtnachfrage stehen, werden ab sofort monatlich die Daten aus der Meldescheinstatistik ausgewertet und mit diversen weiteren Informationen wie Ferienzeiten, Wetterentwicklungen oder Wirtschaftsdaten in Beziehung gesetzt.

„Durch eine solch intensive Datenauswertung erwarten wir für die Modellkommunen bessere Erkenntnisse beispielsweise dazu, wie sich die laufende Tourismussaison entwickeln wird. Dies soll den touristischen Akteuren zusätzliche Chancen bieten, kurzfristig auf Marktentwicklungen reagieren zu können und eine belastbare Grundlage für die Einschätzung der eigenen Situation im Wettbewerbsvergleich zu bekommen.“ (Stephanie Ladwig, Vorsitzende TVSH)