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5. Natürliche Grundlagen des Tourismus schützen

Der Tourismus in Schleswig-Holstein ist wie in kaum einem anderen Bundesland von einer intakten Umwelt und einer vielfältigen Natur abhängig. 

Der Klimawandel ist auch in Schleswig-Holstein längst Realität. Sturmfluten, steigende Meeresspiegel sowie extreme Wetterereignisse wie Hitze und Starkregen bedrohen Infrastruktur und Erlebnisqualität. Ereignisse wie die Ostseesturmflut 2023 verdeutlichen, dass Klimaanpassung kein Zukunftsthema mehr ist, sondern eine unmittelbare Gegenwartsaufgabe. Wer heute klug in Klimaanpassung investiert, schützt nicht nur Natur und Infrastruktur, sondern sichert zugleich die Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität im Tourismusland Schleswig-Holstein. 

Der Schutz des Klimas, der natürlichen Ressourcen und der Artenvielfalt ist daher eine zentrale Voraussetzung für den Tourismus. Tourismus und Naturschutz müssen dabei stärker gemeinsam gedacht werden. Im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und touristischer Entwicklung braucht es ausgewogene Lösungen, die sowohl den Schutz der Natur als auch die hohe wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus – insbesondere für die Küsten- und ländlichen Regionen Schleswig-Holsteins – angemessen berücksichtigen.

Maßnahmen von zentraler Bedeutung:

  • Die konsequente Umsetzung der 2026 überarbeiteten Leitprojekte des Handlungsfelds 5 „Ökologische Transformation und Klimafolgenanpassung“ der Tourismusstrategie Schleswig-Holstein 2030 ist sicherzustellen.
  • Die Kommunen sind bei der Anpassung an den Klimawandel gezielt zu unterstützen. Dazu gehören insbesondere Maßnahmen zum Schutz der natürlichen Grundlagen des Tourismus, vor allem im Bereich des Küsten- und Hochwasserschutzes.
  • Touristische Interessen sind bei naturschutzfachlichen Planungen, insbesondere bei der Umsetzung des Aktionsplans Ostseeschutz, frühzeitig und verbindlich einzubeziehen. Die Einrichtung eines regelmäßigen „Runden Tisches Umwelt, Naturschutz und Tourismus“, an dem Landespolitik, Tourismuswirtschaft und Naturschutzorganisationen beteiligt sind, ist erforderlich, um tourismus- und naturschutzrelevante Fragestellungen vorrausschauend abzustimmen.
  • Eine deutliche und konsequente Reduzierung der landwirtschaftlichen Nährstoffeinträge in Nord- und Ostsee ist dringend erforderlich, um die ökologische Qualität der Gewässer als Grundlage des Küsten- und Wassertourismus langfristig zu sichern.