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6. Mobilität im Tourismus nachhaltig verbessern

Ohne Mobilität kein Tourismus! Die gute Erreichbarkeit Schleswig-Holsteins per Schiene, Straße, Luft und Wasser ist eine zentrale Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit des Tourismusstandortes Schleswig-Holstein. Attraktive und nachhaltige Mobilitätsangebote vor Ort leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, erhöhen die Erlebnisqualität der Gäste und sichern zugleich die notwendige Mobilität der Beschäftigten im Tourismus. Gerade in Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt sind leistungsfähige Pendelverbindungen ein wichtiger Standortfaktor.

Daher bedarf es des konsequenten Ausbaus der Mobilitätsinfrastruktur sowie einer gezielten Unterstützung von Orten und Regionen bei der Entwicklung und dauerhaften Umsetzung nachhaltiger Mobilitätskonzepte. Planungs- und Genehmigungsverfahren sind dabei zu beschleunigen und konsequent zu digitalisieren.

Maßnahmen von zentraler Bedeutung:

  • Die tourismusrelevante Verkehrsinfrastruktur ist zu erhalten, zu sanieren und bedarfsgerecht auszubauen, um die Erreichbarkeit touristischer Destinationen dauerhaft zu sichern. Insbesondere der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung der Marschbahn, die Finanzierung des zweiten Bauabschnitts der Rader Hochbrücke sowie die Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung müssen für die hoch frequentierten Küstenregionen prioritär behandelt werden. Darüber hinaus sind Schienen, Straßen, Rad- und Wanderwege sowie Wasserstraßen den Erfordernissen entsprechend weiterzuentwickeln.
  • Für Schleswig-Holstein ist ein umfassendes touristisches Mobilitätskonzept zu erarbeiten.
  • Zur angemessenen Berücksichtigung der hohen touristischen Relevanz bei sämtlichen Verkehrsplanungen – sowohl im Schienen- als auch im Straßenverkehr – ist ein regelmäßiger „Runder Tisch Mobilität“ mit allen betroffenen und beteiligten Akteuren einzurichten.
  • Die touristischen Belange müssen im Landesnahverkehrsplan (LNVP) angemessen zu berücksichtigen, damit Mobilitätsangebote künftig noch besser an den Anforderungen von Gästen und touristischen Regionen ausgerichtet werden können.
  • Innovative und multimodale Mobilitätsangebote im Tourismus sind landesweit auszubauen und weiterzuentwickeln. Dazu gehören insbesondere die Weiterentwicklung und landesweite Übertragung erfolgreicher Modellprojekte wie SMILE24, die Entwicklung integrierter Mobilitätskarten wie der Ostseecard sowie der Aufbau intermodaler Knotenpunkte zur besseren Verknüpfung von Bahn-, Bus-, Rad- und individuellen Mobilitätsformen.
  • Die Radstrategie Schleswig-Holstein 2030 „Ab aufs Rad im echten Norden“ ist konsequent weiter umzusetzen und mit ausreichenden finanziellen Mitteln für den Ausbau der touristischen Radinfrastruktur zu hinterlegen.
  • Die nachhaltige Infrastruktur für emissionsarme Mobilität ist weiter auszubauen, insbesondere durch die Stärkung der Elektromobilität sowie der Lade- und Serviceinfrastruktur.